Auswandern nach Italien – Alle Infos 2026
Das Wichtigste in Kürze
Ausgezeichnete Lebensqualität
Entspannter Lebensrhythmus
Angenehmes Klima
Italien ist für viele der Traum vom „dolce vita“ mit viel Sonne, Pasta und Meer. Deshalb denken viele Nord-Europäer und auch Deutsche an einen Umzug in das Land, wo die Zitronen blühen. Auch wenn Italien ganz nah liegt und mit Auto und Zug gut erreichbar ist, so will doch eine dauerhafte Auswanderung gut überlegt sein und benötigt eine umfassende Vorbereitung.
Dieser Artikel gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen und beschreibt die entscheidenden Schritte, die einen Neuanfang in Italien möglich machen.
Warum es in Italien so lebenswert ist
Italien ist besonders lebenswert, weil es dort viele Dinge gibt, die den Alltag angenehm machen. Dazu gehören Kultur, Klima, Mobilität und ein oft entspannter Lebensstil, der sich vor allem zeigt, je weiter man in den Süden des Landes kommt. Die meist mediterrane Ernährung in Italien kann zu einer überdurchschnittlichen Lebenserwartung beitragen. Hier die wichtigsten Vorteile:
Wichtige Vorteile eines Lebens in Italien:
Lebensqualität: sehr hohe Lebenserwartung und eine gute Work-Life-Balances.
Lebenshaltungskosten: in einigen Bereichen oft günstiger als in Deutschland – je nach Region.
Familienleben: Familie und Zusammenleben haben in Italien einen sehr hohen Stellenwert.
Infrastruktur: schnelle Bahnverbindungen zwischen den Städten.
Vielfalt: in Italien sind viele, attraktive Regionen in wenigen Stunden erreichbar.
Kultur: hier erlebt man überall Geschichte – mit den weltweit meisten UNESCO-Welterbestätten.
Klima: milder Norden bis zu sehr sonnigen Regionen im Süden mit viel Sonne.
Auswandern nach Italien – was zu beachten ist
Deutsche können als EU-Bürger ohne größere Probleme nach Italien umziehen. Das macht die EU-Mitgliedschaft Italiens und die Zugehörigkeit zum Schengen-Raum möglich. Damit ist Arbeiten und Studieren, sowie natürlich auch das Wohnen, in Italien aufgrund der Freizügigkeitsrechte ohne Visum oder besondere Genehmigung möglich.
Es gibt allerdings einige Vorgaben, die zu beachten sind. Hier eine kurze Übersicht, was wann nötig ist:

Arbeiten
Als EU-Bürger können Deutsche in Italien mit Wohnsitz-Bescheinigung und Steuernummer arbeiten.

Urlaub/Besuch
Für kurzfristige Aufenthalte bis 90 Tage, wie beispielsweise einem Urlaub oder Familienbesuch, reicht ein gültiger Personalausweis.

Studium
Für ein Hochschulstudium wird eine Immatrikulations-Bescheinigung und die Steuernummer benötigt.

Familie
Um Familienangehörige nach Italien holen zu können, braucht es eine Familien-Zusammenführung nach italienischem Einwanderungsrecht.
Anforderungen und Qualifikationen
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Sprachkenntnisse
Für Bürger der EU, EWR und CH besteht keine Sprachpflicht für die italienische Sprache und es gibt auch keine Sprachprüfung. Allerdings kann in reglementierten Berufen (z. B. Medizin, Technik) eine Anerkennung von Qualifikationen und auch ein Sprachnachweis von der zuständigen Kammer oder Behörde verlangt werden.
Bildung und Berufserfahrung
In Italien gibt es für Arbeitssuchende viele Chancen, vor allem für gut ausgebildete Fachkräfte mit Erfahrung. Für Bürger der EU, EWR und CH ist fürs Arbeiten keine Arbeitsgenehmigung nötig. Spezielle Arbeits-Qualifikationsnachweise sind nur in bestimmten Berufen erforderlich.
Gesundheit und Sicherheitsüberprüfungen
Bei einer Einwanderung nach Italien ist für EU-Bürger in der Regel keine Gesundheitsprüfung oder Sicherheitsüberprüfung nötig, außer bei bestimmten Jobs im Gesundheitswesen. Bei Jobs in sicherheitsrelevanten Bereichen kann manchmal eine Sicherheitsüberprüfung in Bezug auf Vorstrafen und anderen sicherheitsrelevanten Informationen erforderlich sein.
Finanzielle Voraussetzungen
Für den Eintrag ins Einwohnermelderegister ist es Pflicht, entsprechende finanzielle Mittel zur Existenzsicherung nachweisen zu können. Das können Nachweise über Einkommen, Ersparnisse oder auch Unterhaltszahlungen sein.
Schritte und Behördenwege in Italien
1. Ankommen
Die Zeit zum Ankommen in Italien ohne Visum oder Registrierung beträgt 90 Tage. Erst danach besteht eine Registrierungspflicht. In dieser Zeit ist es wichtig, sich um eine Wohnung mit Mietvertrag (Contratto registrato) oder eine Immobilie zu kümmern, welche für die spätere Adressregistrierung wichtig ist. Auch Termine für die Registrierung können bei den entsprechenden Behörden jetzt schon gemacht werden.
2. Registrierung/Antragstellung
EU-Bürger müssen sich in Italien laut EU-Aufenthaltsrecht ab Tag 91 beim Einwohnermeldeamt (Ufficio Anagrafe) der Gemeinde (Comune) registrieren. Dazu muss man eine Reihe von Dokumenten vorlegen. Viele Gemeinden akzeptieren die Abgabe persönlich oder digital per Formular. Bei der Anmeldung gibt man auch die Herkunftsgemeinde in Deutschland an, sowie im Falle einer Lebens- oder Wohngemeinschaft den Namen der Person, die bereits in der Wohnung lebt. Nach der Anmeldung erfolgt üblicherweise eine Wohnsitzkontrolle, ob der Antragsteller auch dort wohnt. Dies wird mit dem Ausfüllen eines weiteren Formulars vor Ort bestätigt.
Für die Beantragungen sind folgende Dokumente notwendig:
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Arbeitsvertrag oder Nachweis der Selbstständigkeit
- Mietvertrag mit Zustimmung des Mieters zur Registrierung
- Nachweis über entsprechende finanzielle Mittel für ein Leben in Italien
- Nachweis zur Arbeit oder Studium (z.B. Arbeitsvertrag oder Studienbescheinigung)
- Krankenversicherungsnachweis (Anspruch zu Leistungen der Krankenversicherung)
- Steuerliche Anmeldung durch den Arbeitgeber (bei Arbeitnehmern).
Teilweise sind weitere Nachweise zu Gesundheit (Impfpass), Finanzen, Schulabschlüssen, beruflicher Qualifikation erforderlich. Eine beglaubigte Übersetzung ins Englische oder Italienische kann bei offiziellen Stellen notwendig sein. Es ist wichtig, alle Fristen und Anforderungen im Blick zu behalten, um Verzögerungen bei der Beantragung vermeiden zu können.
3. Adressregistrierung und Wohnsitzkarte
Nach der Eintragung im Einwohnerregister erhält man dann die Wohnsitzkarte (Residenza) und auf Wunsch auch den italienischen Personalausweis, die „carta d’identità“. Mit der „Residenza“ kann man sich nun bei der kostenfreien italienischen Krankenversicherung (SSN) anmelden. Die „Residenza“ wird auch benötigt, um ein Bankkonto zu eröffnen, bei Verträgen (z.B. Mobilfunk), diversen Amtswegen oder um einen Hausarzt zu finden und bei eventuellen Polizeikontrollen.
4. Daueraufenthalt und Staatsbürgerschaft
Wenn man nachweislich 5 Jahre in Italien lebt, ist es sinnvoll, im örtlichen Anwohnermeldeamt die „residenza permanente“ zu beantragen. Dadurch muss man den Krankenversicherungsschutz nicht mehr regelmäßig im Amt erneuern.
Vorbereitung auf die Auswanderung
Für eine Auswanderung sollte man sich gewissenhaft vorbereiten. Haben Sie Italien schon öfter besucht, und sich für eine Region festgelegt? Dann ist es besonders wichtig, sich mit den regionalen Besonderheiten von Land, Leuten und der Sprache vertraut zu machen – wie zum Beispiel in Südtirol, der Lombardei oder in der Toskana.
Weiterhin müssen viele Details und organisatorische Schritte beachtet werden. Welche beruflichen Qualifikationen sind gefragt und wie sehen die Lebenshaltungskosten in den verschiedenen Städten oder Regionen aus. Damit der Übergang reibungslos ablaufen kann, finden Sie hier die wichtigsten Schritte, die Sie beachten sollten:
Wichtige Dokumente und Formalitäten
Stellen Sie alle wichtigen Dokumente für eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung sorgfältig zusammen.
Reisepass, Führerschein und weitere Urkunden
Stellen Sie sicher, dass ihr Personalausweis oder Reisepass sowie der Führerschein gültig sind. Für Geburtsurkunden, Heiratsurkunde oder andere wichtige Dokumente sollten Sie beglaubigte Kopien erstellen. Diese müssen eventuell auch ins Italienische oder Englische übersetzt werden.
Impfungen und medizinische Unterlagen
Für eine direkte Einreise aus Deutschland sind keine zusätzlichen Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Die WHO empfiehlt Impfungen gegen FSME (Zeckenenzephalitis) und Hepatitis B sowie die Standardimpfungen wie Grippe, Windpocken, Masern, Mumps und Röteln (MMR), Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.
Job- und Wohnungssuche
Arbeitsmarkt und Bewerbung
Erstellen Sie Ihren Lebenslauf und die Bewerbungsschreiben nach italienischen Standards und beginnen Sie frühzeitig mit der Stellensuche über diverse Jobportale wie Indeed, um entsprechende Arbeitgeber zu finden.
Übergangslösungen für die Unterkunft
Suchen Sie nach temporären Unterkünften für die ersten Wochen oder Monate nach Ihrer Ankunft. Kurzzeitmietwohnungen, Hotels oder Airbnb sind gute Optionen, bis Sie eine dauerhafte Wohnung gefunden haben. Manche Arbeitgeber stellen ihren Angestellten – im Fall einer Festanstellung – eine möblierte Wohnung zur Verfügung oder sorgen für eine Reservierung.
Wohnungssuche
Das Thema „Wohnen“ ist einer der wichtigsten Punkte bei einer Auswanderung. Deshalb sollte alles Nötige frühzeitig geplant werden und bei Bedarf ein Makler vor Ort hinzugezogen werden – vor allem wenn man die italienische Sprache noch nicht so gut beherrscht. Italien bietet eine sehr gute Lebensqualität und Infrastruktur. Der Wohnungsmarkt ist oft vor allem in Kleinstädten und auf dem Land entspannter als in Deutschland.
Bevorzugte Online-Plattformen für Miet- und Kaufobjekte in Italien sind Idealista.it, Immobiliare.it, Mioaffitto.it oder Trovit.it und bieten entsprechende Angebote. Für langfristige Aufenthalte sollte man auch den Kauf einer Immobilie in Betracht ziehen und einen Makler hinzuziehen.
Umzug
Bei einem Umzug können Waren zum persönlichen Gebrauch (Hausrat, Kleidung und sogar kleine Haustiere) zollfrei eingeführt werden. Auch ein seit 6 Monaten im eigenen Besitz befindliches Auto kann nach Italien eingeführt werden. In der Regel muss der Wagen nach 60 Tagen, bei Wohnsitzverlegung sogar noch später (bis zu 12 Monate) umgemeldet werden. Voraussetzung ist die Vorlage aller dafür benötigten Dokumente.
Die Hilfe eines erfahrenen Umzugsunternehmens können beim Transport größerer Gegenstände oder beim vorübergehenden Einlagern hilfreich sein. Im Heimatland gilt es folgendes zu regeln: Abmeldung, Ummeldung von Telefon, Rundfunkbeitrag, Steuer und Versicherungen.
Finanzielle Planung und Bankwesen
Eröffnung eines Bankkontos
Um ein Bankkonto in Italien zu eröffnen, benötigt man die Wohnsitzkarte „Residenza“, einen gültigen italienischen Personalausweis und eine CIE (elektronische ID). Damit läßt sich dann ein Konto eröffnen. Das ermöglicht Geldüberweisungen wie Gehaltseingänge und andere Zahlungen, wie für Mietkautionen und bei Daueraufträgen. Es bieten sich sowohl große Banken wie UniCredit und BNP mit speziellen Konten für Auswanderer an als auch kleinere, teils regionale Banken wie Volksbanken und Sparkassen wie die Südtiroler Sparkasse.
Budgetplanung
Die Lebenshaltungskosten in Italien sind im Vergleich mit Deutschland in der Regel etwas niedriger. Trotzdem sollte man sich frühzeitig über die notwendigen Ausgaben informieren und die finanzielle Planung entsprechend anpassen. Dazu gehören Kosten für Umzug, Miete und Kaution, Lebenserhaltung, sowie Transport und Freizeitaktivitäten. Wichtig ist, ein realistisches Budget zu erstellen und die Kosten mit den erwarteten Einkünften zu vergleichen. Webseiten wie Numbeo bieten einen guten Einblick in die Lebenshaltungskosten in Italien.
Währung, Kreditkarten und Geldtransfer
Die Währung in Italien ist der Euro. Um Geld aus Ihrem Heimatland (wenn Nicht-EU) nach Italien zu transferieren, sollte man sich genau über die Wechselkurse aus nicht Euro-Ländern und Überweisungsgebühren informieren. Bargeldloses Bezahlen mit Debit- oder Kreditkarte ist weit verbreitet, daher ist der Besitz oder die Beantragung einer entsprechenden Karte empfehlenswert.
Gesundheitsvorsorge und Versicherungen
Krankenversicherung
Das italienische Gesundheitssystem SSN (Servizio Sanitario Nazionale) bietet Einwohnerinnen und Einwohnern eine universelle Gesundheitsversorgung mit kompetentem Personal. Das System ist flächendeckend organisiert und für viele Leistungen mit geringen Zuzahlungen verbunden. Je nach Status ist die Anmeldung beim SSN eine Pflicht (z.B. Arbeitnehmer/innen, Familienangehörige) oder freiwillig für Studierende, Au-pair oder für wirtschaftlich Unabhängige mit Beitrag.
Beantragen kann man die Krankenversicherung im zuständigen Amt der Gemeinde. Benötigt wird:
• Italienischer Personalausweis (carta d’identità)
• Italienische Steuernummer (Codice Fiscale)
• Arbeitsvertrag (auf Italienisch)
• Letzte drei Gehaltsabrechnungen (busta paga)
Nach der Anmeldung stellt der Staat die „Tessera Sanitaria“ aus. Zuständig ist die ASL, der örtliche Gesundheitsdienst.
Damit kann ein Hausarzt aufgesucht werden, der weitergehende fachärztliche Untersuchungen verordnen kann. Für zusätzlichen Komfort oder Aufenthalte in privaten Krankenhäusern können zusätzliche Kosten entstehen, die man selbst bezahlen muss. Schließen Sie deshalb für diese Zeit eine Auslandskrankenversicherung ab. Hierbei stehen wir ihnen mit unserer Expertise gerne zur Verfügung.
Lebens- und Hausratversicherung
Überlegen Sie, ob Sie eine Lebens- und Hausratversicherung benötigen. Diese Versicherungen können zusätzlichen Schutz bieten und Ihnen in Notfällen finanzielle Sicherheit geben.
Transport und Mobilität
Führerschein
Der deutsche Führerschein (EU-Führerschein) ist ausreichend, um in Italien ein Auto fahren zu können. Ein Pflichtumtausch ist nicht vorgesehen. Für Non-EU-Lizenzen gelten allerdings Sonderregeln.
Verkehrsmittel
Es bestehen zuverlässige Bahnverbindungen für Reisen zwischen den Städten. Hochgeschwindigkeitszüge (Frecciarossa) gibt es auf den Strecken Mailand–Bologna–Florenz–Rom–Neapel–Salerno. Die Ankunft liegt oft direkt im Stadtzentrum, praktisch für Wochenendtrips und für Pendeln ohne Auto. Auch sonst ist der öffentliche Nahverkehr sehr gut aufgestellt, mit gutem Busnetz und Straßenbahnen sowie vollwertigen U-Bahnen in den Städten Milano, Roma, Napoli, Torino, Genova, Catania, Brescia. Auch das Inlandsflugnetz ist gut aufgestellt und zuverlässig.
Kulturelle Anpassung und Integration
Sprachen
Die italienische Sprache gilt als leichter zu erlernen als andere Sprachen wie z. B. Französisch oder Spanisch. Bei einem Aufenthalt in Italien kann man die Sprache auf jeden Fall gut lernen. Viele Italiener sprechen auch ganz gut Deutsch und helfen meist gerne bei Erlernen ihrer „lingua italiana“. Gute Italienisch-Kenntnisse sind besonders hilfreich, beim Knüpfen sozialer Kontakte und wichtig bei der Jobsuche. Außerdem arbeiten viele Behörden, Ärzte und Geschäfte „auf italienisch“. Wer die Landessprache spricht, kann sich leichter in die Gesellschaft integrieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Italienisch zu lernen – von Volkshochschulen über private Sprachschulen bis zu Online-Angeboten.
Gemeinschaft und Kultur
In Italien nimmt man sich viel Zeit für Familie und gemeinsame Aktivitäten in der Freizeit. Besonders das Essen zählt zu den wichtigen Bereichen des Lebens, ob in Familie, bei der Arbeit oder bei Feierlichkeiten. Auch die Vielfalt der Regionen mit vielen Traditionen in Kultur und Religion sowie die wunderschöne Natur sind ein wichtiger Teil der nationalen Identität.
Arbeitsmarkt & Wirtschaft
Die italienische Wirtschaft ist relativ stabil mit einem sich langsam entwickelnden Arbeitsmarkt. Das Wirtschaftswachstum ist verhalten positiv und die Arbeitslosenquote sinkt weiter. Im Norden Italiens mit den Regionen Lombardei, Emilia-Romagna, Venetien sowie in den großen Städten gibt es deutlich mehr Stellenangebote mit höheren Gehältern als im Süden des Landes und in ländlichen Gebieten. Um erfolgreich in Italien arbeiten zu können, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie über den italienischen Arbeitsmarkt wissen sollten:
Jobmöglichkeiten und gefragte Berufe
Branchen mit hohem Bedarf
Der italienische Arbeitsmarkt bietet Arbeitssuchenden gute Chancen – vor allem für qualifizierte Fachkräfte und Spezialisten in wichtigen Schlüsselbranchen. Dazu gehören:
IT und Technologie: Ingenieure, Entwickler, Support
Gewerbe & Industrie: Management, Produktion, Maschinen- und Anlagenbau
Agrarwirtschaft: Produktion, Ernte, Verarbeitung
Gesundheitswesen: Ärzte, Fachärzte, Pflegepersonal
Mode & Textilien: Design, Produktion, Vertrieb
Tourismus: Hotelmanagement, Service, Reiseleitung
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Besonderheiten
Der Dienstleistungsbereich hat eine sehr große Bedeutung und bietet viele Chancen für Arbeitssuchende – vor allem im Tourismus. In diesem Arbeitsbereich sind gute Fremdsprachen-Kenntnisse (Deutsch-Englisch-Französisch) sehr gefragt.
Jobsuche und Bewerbungsprozess
Der Bewerbungsprozess in Italien entspricht dem Vorgehen wie in anderen europäischen Ländern. Bewerbungen über Online-Portale wie LinkedIn oder die öffentlichen Arbeitsämter (Centri per l’Impiego) sind gängige Vorgehensweisen. Oft reicht erstmal eine Kurzbewerbung. Die Bewerbung mit Lebenslauf (CV) sollte am besten in Italienisch, oder je nach Branche auch in Englisch verfasst sein. Zu empfehlen ist ein kompaktes (1-2 Seiten) und für jede Stelle individuell erstelltes Anschreiben mit Beschreibung der Berufserfahrung und der relevanten Fähigkeiten für die Position. Informationen dazu stellt das Online-Portal der Regierung cliclavoro zur Verfügung.
Anerkennung von Abschlüssen
Berufs-Qualifikationen und Studienabschlüsse wie Bachelor und Master, die in Deutschland oder einem anderen EU-Herkunftsland erworben wurden, werden in der Regel auch in Italien anerkannt. Die Berufsanerkennung wird durch die EU-Berufsanerkennungsrichtlinien geregelt. Online-Informationen dazu bietet das entsprechende Informationsportal der Bundesregierung. Für staatliche geregelte Berufe (z. B. Lehrer, Ärzte, Pflegekräfte) ist normalerweise eine zusätzliche Zertifizierung oder ein Anerkennungsverfahren durch zuständige Behörden erforderlich.
Arbeitsrechtliche Grundlagen
Bestimmte Einschränkungen für deutsche Arbeitnehmer sieht das Arbeitsrecht in Italien nicht vor. Voraussetzung zum Arbeiten ist in der Regel die Vorlage einer entsprechenden Qualifikation und ein aktuelles Gesundheitszeugnis. Die reguläre Wochenarbeitszeit liegt bei 40 Stunden, maximal 48 Stunden – wobei Überstunden wie in Deutschland bezahlt werden. Der Urlaubsanspruch hängt von der Betriebszugehörigkeit ab, und liegt bei 20 bis 30 Tagen.
Gehälter
Die Gehälter in Italien sind im Vergleich zu Deutschland um einiges niedriger, liegen aber im europäischen Mittelfeld. Im Durchschnitt bei ca. 2.800 Euro brutto pro Monat, je nach Branche und Position auch höher. Auch die Region spielt eine große Rolle. So fallen Löhne im Süden des Landes deutlich geringer aus als im Norden. Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es in Italien nicht.
Kündigungsschutz und Arbeitsrecht
In Italien gibt es einen umfassenden, gesetzlich geregelten Kündigungsschutz. Kündigungen müssen schriftlich erfolgen und sind nur mit einem wichtigen Grund gerechtfertigt. Besonderer Schutz in Form eines Kündigungsverbots besteht für Schwangere und bis zum 3. Lebensjahr des Kindes. Als Arbeitnehmer muss man in Italien das Arbeitsverhältnis „telematisch“, also über eine Online-Formular kündigen. Hilfe bei arbeitsrechtlichen Fragen gibt es beim Patronato INCA oder auch bei der Bundesagentur für Arbeit bei der Vermittlung.
Unternehmensgründung und Selbstständigkeit
Unternehmensgründung und Selbstständigkeit in Italien gestaltet sich unkompliziert und ist aufgrund hoher Digitalisierung relativ schnell machbar. Je nachdem, ob es sich um eine Anmeldung für ein Einzelunternehmen oder eine Kapitalgesellschaft handelt, sind die Abläufe unterschiedlich. Voraussetzung bei jeder Rechtsform ist meist ein Wohnsitz in Italien, die Steuernummer (Codice Fiscale), die USt-IdNr. (Partita IVA) und eine Anmeldung beim Sozialversicherungsamt (INPS/INAIL). Dann kann eine Registrierung im Handelsregister erfolgen, oft durch einen Notar.
Selbstständigen und Freiberuflern wird das „Regime Forfettario“ mit einem attraktiven Steuersatz als Rechtsform empfohlen. Hilfe gibt es beim italienischen Finanzamt „Agenzia delle entrate“.
Steuern und finanzielle Planung
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Einkommenssteuer
Das italienische Steuersystem ist dem deutschen relativ ähnlich – mit einigen attraktiven Besonderheiten für Einwanderer aus anderen Ländern. So gelten für zugezogene Fachkräfte und Selbstständige aus dem Ausland Steuervergünstigungen auf italienische Einkommen bis zu 50% – mit einer Befristung von 5 Jahren. Bei Familien mit einem Kind sogar bis zu 60%. Auch für Rentner ist Italien als Wohnsitz steuerlich interessant, durch die Vergünstigungen des sogenannten „Rentner-Regime“.
In Italien gilt auch das Doppelbesteuerungs-Abkommen mit Deutschland – ein wichtiger Faktor bei Lebenshaltungskosten und der finanziellen Planung. Wer als Deutscher in Italien arbeitet und dort seine Steuererklärung einreicht, ist in der Regel von der deutschen Steuerpflicht für diese Einkünfte befreit. Man muss also nur auf das italienische Einkommen Steuern zahlen.
Sozialabgaben
Arbeitnehmer die länger als 183 Tage im Jahr in Italien leben und hier ihren Wohnsitz (Domicilio) haben, sind steuerpflichtig. Die Lohnsteuer wird direkt vom Gehalt einbehalten (Lohnsteuerabzug). Der Steuersatz für Sozialversicherungs-Abgaben liegt zwischen 23% und 40% und beinhaltet die Abgaben zur Krankenversicherung, Sozialabgaben für Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung.
Unser Tipp: Erstellen Sie einen Finanzplan
Planen Sie Ihr Budget sorgfältig und berücksichtigen Sie alle Umzugskosten, die ersten Lebenshaltungskosten und mögliche Ausgaben für Kautionen und Mietvorauszahlungen. Webseiten wie Numbeo bieten Einblicke in die Lebenshaltungskosten in Italien. Informieren Sie sich auch über Rabatte für Studenten, Familien oder Senioren.
Ein kurzer Vergleich der italienischen und deutschen Kultur
Die italienische und die deutsche Kultur haben in einigen Bereichen durchaus Gemeinsamkeiten, andererseits gibt es auch deutliche Unterschiede. Familie wird bei beiden sehr geschätzt, und man nimmt sich dafür viel Zeit. In Italien überwiegt noch der Zusammenhalt der Großfamilie, was sich auch im längeren Zusammenleben der Generationen unter einem Dach zeigt. In Deutschland wird mehr Wert auf Individualisierung und Unabhängigkeit gelegt.
Traditionelle Feste haben auch in beiden Ländern einen hohen Stellenwert, wobei diese in Italien stärker von regionalen Besonderheiten und religiösen Feiertagen geprägt sind. In Deutschland gibt es in den vielen Vereinen oft Anlass zu feiern.
Essen wird in Italien eher als Ritual zelebriert als in Deutschland. Man legt mehr Wert auf ausgiebige Menüs, lässt sich Zeit beim Essen und generell wird später am Abend gegessen, vor allem weiter im Süden.
Das Klima in Italien ist im Allgemeinen wärmer als in Deutschland, was viele Auswanderer – besonders Familien mit Kindern und Senioren – sehr zu schätzen wissen. Naturverbundenheit und die Liebe der Regionen zu ihren Landschaften ist bei beiden Ländern ausgeprägt.
In der Art der Kommunikation gibt es auch Unterschiede. Italiener pflegen im Allgemeinen einen direkten, mit viel Gestik und Mimik verbundenen Unterhaltungsstil, was dem italienischen Temperament entspricht. Dabei ist Gemeinschaft und Beziehung sehr wichtig. In Deutschland pflegt man dagegen einen eher sachlichen Umgangsstil, legt mehr Wert auf Planung und Verlässlichkeit.
Hier können Sie interessante allgemeine Informationen vergleichen
Tipps und Ratschläge für Auswanderer und Expats
Netzwerken und soziale Integration: Treten Sie lokalen Gruppen bei und nutzen Sie Online-Plattformen, um soziale Kontakte zu knüpfen.
Freiwilligenarbeit: Engagieren Sie sich freiwillig, um neue Leute kennenzulernen und berufliche Netzwerke zu erweitern.
Sprachkurse besuchen: Besuchen Sie lokale Sprachkurse und nutzen Sie Online-Plattformen, um Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.
Praktische Übung: Üben Sie die Sprache in Alltagssituationen und finden Sie einen Sprachpartner.
Jobsuche: Nutzen Sie Jobportale und besuchen Sie Jobmessen, um potenzielle Arbeitgeber zu treffen.
Berufliche Anerkennung: Informieren Sie sich über die Anerkennung Ihrer Qualifikationen und nutzen Sie Weiterbildungsangebote.
Budget erstellen: Erstellen Sie ein realistisches Budget und sorgen Sie für ausreichende Ersparnisse.
Transport: Informieren Sie sich über das öffentliche Verkehrssystem und die Gültigkeit Ihres Führerscheins.
Bankwesen: Eröffnen Sie ein Bankkonto in Italien und arbeiten Sie an Ihrer Kreditwürdigkeit.
Wohnungssuche: Beginnen Sie frühzeitig mit der Wohnungssuche und verstehen Sie die Details Ihres Mietvertrags.
Persönliche und individuelle Beratung
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